Bau einer Werkbank

... mit integriertem Werkstattwagen und jeder Menge Schubladen!

 

Anforderungen an die Werkbank

  • Auf jeden Fall Schubladen, soviel wie möglich
  • Die Schubladen sollten auf jeden Fall komplett aufzuziehen sein und gut schließen (nicht von allein auffahren, wie häufig der Fall)
  • Hohe Arbeitsplatte, damit man es nicht ins "Kreuz" kriegt, wenn man länger dort arbeitet
  • Die Möglichkeit, einen Werkstattwagen unterzubringen, der sich in die Optik der Werkbank einpasst
  • Die Werkbank sollte auch optisch ein bißchen "was hermachen" und nicht so ein Provisorium wie die vorherige
  • Arbeitsplatte sollte aus Buche sein, ähnlich wie der Bohrtisch
  • Einige Kleinigkeiten bsp. zum Spannen/Fixieren von Werkstücken
  • Mit (stabilen) Füßen zum Ausrichten der Werkbank

Und so sah dann das Endergebnis aus, hier auch bereits mit dem integrierten Werkstattwagen rechts in der Ecke.

Im Gegensatz zu vorher doch schon eine Verbesserung. Hier gab es keine Möglichkeit, etwas vernünftig unter zu bringen.

Kurze Zeichnung, um einen Überblick über die Materialien und Abmessungen zu bekommen. Der Schweißtisch in der Nachbarschaft musste ja mitberücksichtigt werden und gleichzeitig auch die zukünftigen Maße für den Werkstattwagen.

Eigentlich wollte ich die Werkbank 2,5m lang bauen, aber es gab nur 2,4m lange Buchenplatten im Baumarkt. Als wurde die Werkbank dann 10cm kürzer.

Ich wußte erst nicht, ob ich alle Schubladen in der Breite identisch mache, oder unterschiedlich. Habe mich dann für letzteres entschieden. Kann jedoch auch nach Monaten nicht sagen, ob es besser war oder nicht. Eigentlich kein Unterschied. Dennoch habe ich die rechte Seite mit 500mm und 400 mm Breiten Bereichen gebaut, entsprechend dann auch die Schubladen. Hierzu komme ich noch in einem eigenen Kapitel.

Als erstes wurden die Beine gesägt (in der Zahl 12). Bei allen Leisten handelt es sich um 44mm starkem Holz. Ich weiß, auf der Zeichnung sind 10 aber im oberen Teil ist noch das Stück, das bei der Werkbank um die Ecke geht. Und dafür wurden auch noch 2 Beine benötigt. Hinzu kamen alle Verbindungsstücke (vorne nach hinten, oben und unten), sowie die Teile zwischen den Beinen (vorne und hinten). Diese waren gemäß Zeichnung: Höhe der Beine: 900mm (12 Stück) - Damit sollte die Werkbank eine Arbeitshöhe zwischen 97cm und 98cm erreichen. Das hing noch etwas von den Füßen ab, die ich noch besorgen musste.

Arbeitshöher: 90cm Werkbank-Bein + 4,4cm Balken oben + 1,8 cm Arbeitsplatte + ca. 1,5cm Fuß = ca. 97,5cm

Gesägte Balken für die Werkbank (44mm x 44mm):
Vorne-nach-hinten: 512mm (10 Stück)
Vorne-und-hinten: 412mm (4 Stück), 400mm (2 Stück), 500mm (2 Stück), 556mm (2 Stück) und 600mm (2 Stück)
und natürlich die langen Leisten auf der Oberseite: 2400mm (2 Stück)

3 der Beine, die im vorderen rechten Bereich angebracht werden sollten, wurden mit 20mm Bohrungen versehen. Dann können mit einsteckbaren "Holzdübel von 20mm Stärke und ca. 50mm länge" Aufstellböcke zum senkrechten Fixieren an der Werkbank genutzt werden.

Alle Beine wurden mit einem Forstnerbohrer (20mm) eingefaßt und mit einer Einschlagmutter versehen. Hier sollten später die Füße eingeschraubt werden.

Um nicht alle Balken beim Zusammenbau immer kontinuierlich mit Winkel anzubringen, habe ich mir eine Schablone aus Restholz gebaut, mit der ich die Balken einfach und schnell gegeneinanderhalten und verschrauben konnte. Das hat eine Menge Zeit gespart und war genauso gut wie ein Winkel.

Erste Konstruktionen der Beine

Und hier steht auch schon der erste Teil der Werkbank, zumindest das Gerüst. Damit konnte ich auch gleich die Werkbank nutzen, um die Werkbank zu bauen.

Einfach schon mal die Buchenplatte aufgelegt und schon konnte man den gesamten Auflagebereich nutzen, um vor allem die vielen noch herzustellenden Schubladen zu bauen.

Die Heizung darf natürlich auch nicht fehlen, denn es war teilweise doch schon etwas "schattig".